FusAixplorer

Start der kleinrakete FusAixplorer

FusAixplorer

FusAixplorer ist die zweite von mir entwickelte Kleinrakete. Hier ein paar Eckdaten:
– Länge: 60cm, Durchmesser 44mm.
– Fluggewicht ohne Treibsatz: ugf. 500g.
– Gipfelhöhe: ugf. 887m in 12s
– Beschleunigung 268m/s2.

Da von Planète-Sciences ein mindestgewicht von 1,2kg für diesen Durchmesser vorgeschrieben wird mussten wir 700g Blei hinzufügen. Um mit kleinerem Gewicht starten zu können muss der Durchmesser mindestens 55mm sein damit die Rakete in eine passende Rampe passt. D.h. ich kann das nächste mal 600g am Nutzlast einbauen. Da das auch Platz braucht muss das Rohr etwas länger und breiter werden, was insgesamt wahrscheinlich 100g Gewicht kosten wird.

Bei 1.2kg ändern sich natürlich ein paar Daten:
– Gipfelhöhe ugf. 429m in 9s
– Beschleunigung 131m/s2.

Wenn man allerdings die Rackete allgemein etwas größer macht kann man mit etwas weniger Nutzlast auch näher an die ersten Werte kommen. Der Motor brennt 1s, es gibt also bis zur Fallschrimöffnung mindesten 6s an freiem Flug, d.h. eine pseudo-Schwerelosigkeit.

Der Fallschirm:
Die Fallschirmtür wurde direkt in den Körper reingesägt. Die Tür wurd durch einen kleine Haken gehalten. Ein kleiner Servo hat den Stift im Haken gehalten und diesen im passenden Moment zur Seite gedreht. Ausgelöst wird die Tür eine bestimmt Ziet nach dem Start, dieser wird durch einen Abreiskontakt festgestellt. Die Zeit konnte man bei diesem Modell mit einem Poti einstellen. Gesteuert wurde alles von einem Atmel AVR.
Viele Clubs halten die Tür durch einen fetten Elektromagneten. Diese sind schwer, verbrauchen viel strom beim aktivieren, brauchen dafür aber keine Software. Hier reicht dann (grob) ein Kondensator, ein Operationsverstärker und ein Transistor um eine passende Zeitverzögerung zu bauen.

Bei diesem Modell ist die Fallschirmtür erfolgreich aufgegangen, der Fallschirm hat sich aber nicht ausgefaltet und in der Rakete gebliebe. Hierfür gibt es verschiedene Erklärungen:
– der Fallschirm ist wo hängen geblieben oder war ungünstig gefaltet.
– die Tür (ist mit den Fallschirm verbunden) war zu leicht und hatte keine Kraft den Fallschirm herauszuziehen (es war kein auswurfmechanismus vorhanden, meisten reicht das Gewicht der Tür).

Rakete im Sand

Details

Die Rakete ist also aus knapp 430m im freien Fall in richtung Boden gerast, und die 700g Blei haben beim aufprall natürlich erheblichen Schaden verrichtet.

Das Leitwerk:
Das Leitwerk wurde aus 0.6mm Carbonplatten gefertigt. Die Flügel sind innen miteinander verbunden (eine Platte hat jeweils 2 gegenüberligende Flügel erzeugt) und inneinander eingehakt/verklebt. Man muss die Rakete am Leitwerk aus dem hängenden Zustand komplett aufrichten können (also um 180° nahc oben drehen), das ist eine der Faustregeln was die Belastbarkeit betrifft.