Lhasa (Tibet)

Internationaler Flughafen. Die meisten Verbindungen sind innerhalb Chinas, es gibt allerdings auf Flüge nach Kathmandu (Nepal).

Der Flughafen ist überschaubar, ich bin bisher nur dort gelandet und wurde sofoert abgeholt. Zu meiner Zeit konnte man nach Tibet als nicht-chinese nur mit einem tibetanischen Reiseführer/Reiseunternehmen (meistens mit Fahrer) und einer Erlaubnis der chinesischen Behörden. Der Flug dorthin war etwas holprig und mein Reiseführer meinte, dass die meisten Flüge wegen den Wetterbedingungen eher verspätet kommen.

Der Flughafen liegt in einem Tal auf 3570m Höhe. Die Luft ist entsprechend dünn und man merkt es auch sofort. Am wichtigsten ist es immer viel zu trinken, am besten gleich eine kleine Flasch wasser kaufen (ich habe meine vom Fahrer bekommen) und trinken. Am Ausgang warten viele Taxifahrer, die angeben der gebuchte Reisführer zu sein und wollen einen mitnehmen. Hier ist vorsicht geboten.
Der Flughafen liegt ugf. eine Stunde Autofahrt von Lhasa entfernt.

Die Hauptstadt
In Lhasa gibt es keine hohen Gebäuden, die höchsten haben vielleicht 5 Stockwerke (wie mein Hotel). Der erste Tag und die erste Nacht sind ziemlich anstrengend weil man unter dem Sauerstoffmangel leidet. Man schnauft wie ein Pferd, fühlt sich dauernd so wie nach einem Sprint.

Die Gassen sind klein und gewinkelt. Die Leute schauen einen sehr freundlich an, in einer kleinen Bäckerrei habe ich mir irgendwas (es sah lecker aus) gekauft, das lief Problemlos. Die Innenstadt ist überschaubar in kurzer Zeit abgelaufen. An allen Ecken wird gebetet dhaer war ich etwas vorsichtig weil ich Angst hatte jemanden zu stören. Es sind teilweise auch viele Ordnungshüter und ähnliches vorhanden die man auf keinen Fall fotografieren darf.

Abends war ich in einem Restaurant wo es auch “Continental-Food” gibt. Burger, Pommes und tibetanische Gerichte nebeneinander auf der Speisekarte. Bei Fleischgerichten konnte ich zwischen normalem- und Yakfleisch wählen. Tagsüber habe ich mich einfach mal ein eine kleine Kneipe getraut, dort gab es Lhasa-Beer: Beer from the roof of the world. Schmeckt wie mit Wasser verdünntes Bier.

Das Hotel
Ich habe im Cool Yak Hotel geschlafen. Das Personal ist sehr freundlich und das Hotel wunderschön. Überall Teppiche, wild und bunt dekoriert. Ich habe leider keine Bilder gemacht weil ich ziemlich erschöpft war, dazu muss ich mich beim nächsten mal zwingen. Das Frühstück ist reichlich gedeckt. Es ist allerings meistens Yakmilch, Yakbutter und Yakkäse und sollte daher mit vorsicht genossen werde da das Zeugs ziemlich streng schmeckt.

Das Zimmer hat ein schönes Bad, einen eigenen Flachbildschirm mit chinesischen Fernsehkanälen, Klimaanlage und Internet (WLAN, allerdings sehr langsam und ziemlich beschränkt). Auf dem Dach gibt es eine Terasse auf der man die Stadt überblicken kann.

Der Zug
Ich habe Lhasa und Tibet per Zug verlassen. Die Strecke wurde 2005 gebaut (hierzu gibt es einen sehr guten Artikel in einem GEO-Heft um das gleiche Jahr herum) und die Züge sind brandneu. Der Bahnhof in Lhasa ist gigantisch. Die Fahrt bis nach Peking dauert über 3 Tage daher bin ich nur bis Xining gefahren und von dort aus nach Shanghai geflogen.

In unserem Wagen (ein paar Abteile weiter) war wohl ein mehr oder weniger prominenter Landespolitiker. Der Wagen war von ein paar Polizisten bewacht (vielleicht waren deswegen auch wir ausländer drinnen) und nachts wurde da kräftig getrunken.

Im Zug hatte ich ein Schlafabteil (Soft Sleepder) mit 2 anderen Deutschen (die einzigen im Zug, scheint mir kein Zufall zu sein). In jedem Wagen gibt es eine kleine Waschecke mit Spiegel und Waschbecken und einen Heißwasserhahn (in jedem Abteil war eine Thermoskanne). Der Zug ist hell und sehr gemütlich. Das Zugpersonal war sehr freundlich und hat uns Becher und so ein paar Sachen geschenkt weil wir nett waren. Neden unserem Wagen war der Speisewagen. Es gibt kleine 4-Tische und das Essen wird frisch an Bord zubereitet. Wir haben uns für ugf. 3€/Person satt gegessen. Ich durfte kurz in die Küche schauen aber nicht fotografieren: es sieht aus wie eine Hotelküche, mit richtigen Pfannen und großen Herdplatten. Hier wird also richtig gekocht.

Der Zug ist dicht und hat ein Druckausgleichssystem. Allerdings hält der Zug auf 4600m und macht die Tür auf, der Druck ist nicht wirklich konstant. Über jedem Bett war ein Fernseher und Sauerstoffanschluss vorhanden, der Schaffner hat einfache Masken für den Notfall oder falls man sich schlecht fühlt. Der höchste Punkt der Strecke liegt bei 5070m: hier gibt es auch einen Bahnhof wo wir langsam durchgefahren sind. Außenrum noch höhere Berge.